PflegesoNah: Freistaat fördert häusliche und stationäre Pflege

Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko überbringt Förderzusage an zwei Gemeinden aus dem Landkreis

25.07.2022
Bild oben - Kühbach: Karl-Heinz Kerscher, Peter Tomaschko, Federico Freiherr von Beck-Peccoz, Klaus Ponkratz Bild unten - Ried: Dr. Klaus Metzger, Staatsminister Holetschek, Peter Tomaschko, Erwin Gerstlacher (Archiv: April 2022)
Bild oben - Kühbach: Karl-Heinz Kerscher, Peter Tomaschko, Federico Freiherr von Beck-Peccoz, Klaus Ponkratz Bild unten - Ried: Dr. Klaus Metzger, Staatsminister Holetschek, Peter Tomaschko, Erwin Gerstlacher (Archiv: April 2022)

Die Freude in Kühbach und Ried ist groß. Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko bringt gute Nachrichten aus München mit: Das Pfarrer-Knaus-Heim in Kühbach und die Gemeinde Ried werden bei der Erweiterung bzw. beim Neubau von Pflegeeinrichtungen vom Freistaat Bayern mit einer Förderung unterstützt.

Bei einem Pressegespräch in Kühbach verkündete Tomaschko, dass der Pfarrer-Knaus-Heim Kühbach e. V. eine Förderung in Höhe von 2,05 Mio. Euro erhalte. Das Pfarrer-Knaus-Heim wird einen Erweiterungsbau mit gesamt 28 Plätzen errichten. Neben vier Kurzzeitpflegeplätzen wird auch eine Tagepflege mit 20 Plätzen sowie eine Begegnungsstätte für die Bewohnerinnen und Bewohner entstehen. Das Projekt, das rund 6 Mio. Euro kosten werde, stehe schon in den Startlöchern, man habe vor Ort nur noch auf die Entscheidung über eine Förderung gewartet, hieß es aus Kühbach. Bürgermeister Karl-Heinz Kerschner betonte: „Die Gemeinde Kühbach und der Pfarrer-Knaus-Heim e. V. können jetzt loslegen. Wir freuen uns, unseren Seniorinnen und Senioren mehr Betreuungsplätze vor Ort anbieten zu können.“ Auch bei Federico Freiherr von Beck-Peccoz, dem Vorsitzenden des Pfarrer-Knaus-Heim e. V. ist die Freude groß, mit Hilfe der Förderung den Bau beginnen zu können.

 Auch die Gemeinde Ried darf sich über eine Förderung freuen. Dort entsteht eine Tagepflege mit 18 Plätzen. Staatsminister Holetschek hatte bereits im April der Gemeinde den vorzeitigen Maßnahmenbeginn für das rund 800.000 Euro teure Projekt in Ried übergeben. Nun konnte Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko Bürgermeister Erwin Gerstlacher die Förderzusage über 450.000 Euro überbringen. „Die Tagespflege wird direkt in der neuen Ortsmitte entstehen, die damit weiter an Attraktivität gewinnt. Von der Förderung profitiert somit die gesamte Gemeinde. Auch hier in Ried werden wir mit dem Bau umgehend beginnen“, stellte Bürgermeister Erwin Gerstlacher fest.

„Ich freue mich sehr, dass sowohl das Pfarrer-Knaus-Heim in Kühbach als auch die Gemeinde Ried eine Förderung erhalten. Ich habe mich persönlich in Gesprächen mit Staatsminister Holetschek, dem Gesundheitsministerium sowie dem Landesamt für Pflege mehrmals für die Förderungen eingesetzt“, betonte Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko. Die beiden Bürgermeister Karl-Heinz Kerscher und Erwin Gerstlacher bedankten sich bei Landtagsabgeordnetem Peter Tomaschko für dessen Einsatz und betonten, dass die Projekte ohne seine Unterstützung nicht zu realisieren gewesen wären. Von den 2,5 Mio. Euro, die in den Landkreis fließen profitieren nicht nur Kühbach und Ried, sondern das gesamte Wittelsbacher Land. „Pflegeeinrichtungen, vor allem solche direkt in den Orten, sind für die Bürgerinnen und Bürger ein großer Gewinn und erhöhen die Lebensqualität hier in unserem schönen Wittelsbacher Land“, stellte Tomaschko fest.

Die Förderrichtline Pflege im sozialen Nahraum – PflegesoNah – soll dazu beitragen, die Versorgungsstruktur für die Pflege und Betreuung älterer Mitmenschen weiter auszubauen und zu verbessern. Dabei soll sowohl die häusliche als auch die stationäre Pflege gestärkt werden. Im Mittelpunkt steht dabei der soziale Nahraum, das bedeutet, dass die pflegerischen Angebote so zu gestalten sind, dass die Pflegebedürftigen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Dies kann zum Beispiel durch das Angebot von haushaltsnahen Diensten, offenen Mittagstischen und Betreuungsangeboten vor Ort garantiert werden. Zusätzlich werden insbesondere Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen und die entsprechenden Plätze in den Einrichtungen gefördert. „Zu wissen, dass man auch im Alter im Ort bleiben und in seinem gewohnten Umfeld leben kann, nimmt vielen die Angst vor einer Pflegeeinrichtung“, so Landtagsabgeordneter Tomaschko. Für viele sei es wichtig, auch den Lebensabend in der Heimat zu verbringen, so der Abgeordnete weiter.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) und das Bayerische Landesamt für Pflege (LfP) unterstützen die Gemeinden und Träger mit der Förderrichtlinie PflegesoNah beim Bau von neuen Pflegeeinrichtungen vor Ort oder bei Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen von bereits bestehenden Einrichtungen. Für das Jahr 2022 steht ein Fördervolumen von insgesamt rund 78,7 Mio. Euro zur Verfügung. Rund 1.500 zusätzliche Pflegeplätze werden damit in Bayern geschaffen. Die Höhe der Zuwendung bemisst sich nach Art und Umfang der geschaffenen Plätze in den Pflegeeinrichtungen.