Keine Verschlechterungen auf der Paartalbahn: Tomaschko wendet sich an DB zum Erhalt des Halbstundentakts in Obergriesbach

02.07.2026
Foto: Katharina Wachinger
Foto: Katharina Wachinger

Der geplante Wegfall des Halbstundentakts am Bahnhof Obergriesbach stößt in der Region auf breite Kritik. Der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko setzt sich gemeinsam mit Obergriesbachs Bürgermeister Daniel Schulz dafür ein, dass die bisherige Taktung auf der Paartalbahn erhalten bleibt.

Der Freistaat Bayern möchte das bestehende Angebot auf der Paartalbahn auch in den Planungen für den Fahrplanwechsel im Jahr 2030 grundsätzlich beibehalten und würde die heutigen Taktungen weiterhin bestellen. Nach den aktuellen Richtlinien der DB InfraGO zur Fahrplangestaltung kann der bisherige Fahrplan jedoch nicht mehr genehmigt werden. Grund dafür sind fehlende Kapazitätsreserven auf der Strecke. Nach den Vorgaben der DB InfraGO müssen künftig größere Fahrzeitpuffer eingeplant werden, um einen stabileren Betriebsablauf zu gewährleisten. Deshalb soll bei den Verstärkerzügen zwischen Augsburg und Aichach künftig der Halt in Obergriesbach entfallen. Zwar hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft angeboten, den Bahnhof in den Hauptverkehrszeiten morgens Richtung Augsburg und nachmittags in Gegenrichtung weiterhin zu bedienen. Für Obergriesbach ist dies jedoch kein gleichwertiger Ersatz für den bisherigen Halbstundentakt.
 
Tomaschko hat sich deshalb bereits an Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter gewandt und sucht nun gemeinsam mit Bürgermeister Daniel Schulz auch das Gespräch mit der Deutschen Bahn und den zuständigen Stellen auf Bundesebene, um eine tragfähige Lösung zu erreichen.
 
„Für mich ist klar: Auf der Paartalbahn darf es keine Verschlechterungen geben. Der Freistaat Bayern steht zum bestehenden Angebot und würde die bisherigen Zugverbindungen weiterhin bestellen. Jetzt müssen wir gemeinsam mit der Deutschen Bahn eine Lösung finden, damit die Menschen vor Ort ihre gewohnte Bahnanbindung behalten können“, betont Tomaschko.
 
Der Bahnhof wird täglich von zahlreichen Berufspendlern sowie Schülerinnen und Schülern aus Obergriesbach und den umliegenden Ortsteilen genutzt. Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren zudem gezielt in den Bahnhof investiert und zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen. Ein Wegfall des Halbstundentakts würde nach Einschätzung der Kommunen zahlreiche Fahrgäste auf die bereits stark ausgelasteten Bahnhöfe in Aichach und Dasing verdrängen und damit die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs insgesamt schwächen.
 
Auch die Hoffnung auf eine spätere Wiedereinführung des Halts durch den Einsatz neuer batterie-elektrischer Fahrzeuge greift Tomaschko zu kurz. „Die Menschen können nicht bis 2040 auf eine Verbesserung warten. Wenn moderne Stellwerkstechnik oder andere Infrastrukturmaßnahmen dazu beitragen können, den Halbstundentakt dauerhaft zu sichern, dann müssen wir diese Möglichkeiten jetzt konsequent prüfen und vorantreiben. Unser Ziel ist klar: Die gute Anbindung der Paartalbahn muss erhalten bleiben“, so Tomaschko.